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62. Oldenburger Landesturnier
20. bis 25. Juli 2010

Pressemitteilung Nr. 2 vom 12.07.2005

Vom Auto in den Landauer

Kutschen-Express als Park & Ride - Ponyhof Bekhausen stellt 5 Gespanne
Kinder dürfen auf den Bock klettern und lenken

RRV Rastede. Rund 30 000 Besucher werden zum 57. Oldenburger Landesturnier erwartet - viele kommen wieder mit dem Auto von auswärts. Vor allem am Wochenende suchen die meisten von ihnen zumeist vergebens nach einem Parkplatz in den "kritischen Zonen" entlang der Oldenburger Straße oder in der Ortsmitte. Besonders für sie haben die Veranstalter schon seit zehn Jahren einen kostenlosen Park & Ride-Service eingerichtet, der als Kreisverkehr vom großen Brötje-Parkhof an der August-Brötje-Strasse direkt zum Haupteinlass bei der St. Ullrichs-Kirche und wieder zurück führt. Diesmal aber dürfte das neu konzipierte Rasteder Park & Ride-Angebot mit seiner außerge-wöhnlichen Umstellung auf "Parken und Kutschieren" bundesweit ein Novum sein.

Das von Cheforganisator Wolfgang Teske in Zusammenarbeit mit dem Ponyhof Kaper (Bekhausen) ausgearbeitete exklusive Park & Ride-Experiment wird jedoch nur am Schlusstag des Turniers, am 24. Juli, gestartet. An den Hauptzufahrtsstraßen nach Rastede weisen zahlreiche Schilder auf den großen Brötje-Parkplatz hin, von wo aus ab 9 Uhr die Autoinsassen sofort in dort wartende Pferdekutschen umsteigen können, die auf kürzestem Weg durch die Ortsmitte bis zum Turnier-Eingang bei der Kirche fahren.

Der Ponyhof Bekhausen stellt dazu nicht weniger als vier bis zu sechs Personen fassende Nobel-Gespanne mit reinrassigen Haflingern zur Verfügung: Einen Landauer, zwei Wagonetten und einen Jagdwagen. Mitfahrende Kinder dürfen dabei sogar auf den "Bock" klettern und unter Aufsicht erfahrener Kutscher die Zügel führen. Hartmut Kaper, Chef des besonders für seine Kutschfahrt-Lehrgänge bekannten Unternehmens, hat sich an diesem Sonntag auf alle Eventualitäten eingestellt: "Sollte dieses Kutschenkontingent wegen großen Andrangs einmal nicht ausreichen, steht zusätz-lich ein zwölfsitziger gummibereifter Planwagen mit Großpferden in Reserve". Auch die Rück-fahrten zum Brötje-Parkplatz sind an diesem Tag bis 18 Uhr mit dem Pony-Express vorgesehen.

Am Sonnabend (23. Juli) gibt es allerdings nur den Standard-Park & Ride-Service, einen Bus, der vom Brötje-Parkplatz aus die Autogäste zum Haupteingang und bis 24 Uhr von dort auch wieder zurück bringt.

Vater und Tochter verteidigen den Oldenburger Meistertitel

Werner und Corinna Hagstedt reiten in Rastede wieder um den Sieg

RRV Rastede. Im Alter von 25 Jahren stellte Werner Hagstedt vom RV Ganderkesee sich selbst vor die Wahl, entweder Tennisspielen oder Reiten als künftiges Hobby zu betreiben - er entschied sich damals für den Sattel. Nach fast drei Jahrzehnten aktiven Springsports und schönen Erfolgen und Platzierungen bei nationalen und internationalen Wettkämpfen mit seinen Pferden Alcatraz 33, Sandmann und Cancera machte er 2004 in Rastede beim 56. Oldenburger Landesturnier in der Klasse Reiter 40+ ein Meisterstück der besonderen Art: Mit nur einem Hundertstel Punkt Vor-sprung (38,01) gewann er auf Alcatraz 33 die Goldmedaille im Springen vor seinem schärfsten Konkurrenten Joachim Teufel (38,00) vom RFV Hausstette.

"Das war mein erster Oldenburger Landesmeistertitel", sagte der 54jährige jetzt, "und ich möchte ihn in diesem Jahr erfolgreich verteidigen". Vorsichtigerweise hat Werner Hagstedt zwar drei Pfer-de für die 57. Auflage des größten Open-air-Turniers seiner Art in Deutschland gemeldet, aber "starten werde ich natürlich wieder mit Alcatraz 33". Der 15jährige Fuchshengst stammt aus der Zucht von Joachim Dieckmann-Keden aus Meldorf und wird von seinem jetzigen Reiter praktisch jeden Tag "einige Stunden bewegt". Seine Chancen sieht er durchaus realistisch: " Die Konkurrenz ist groß und stark". Und ob: Werner Hagstedt wird sich diesmal mit 32 "älteren Semestern" messen müssen, darunter mit so bekannten Könnern wie Wilhelm Brundiers aus Löningen, Gerd Wehlau aus Rodenkirchen oder Reinhard Krogmann aus Visbek.

Die Familie Hagstedt hat 2005 in Rastede aber noch ein zweites und ganz heißes Titeleisen im Feuer. Denn Tochter Corinna machte es im Vorjahr ihrem Vater vor, wie man aufs höchste Treppchen steigt. Mit zwei Punkten Vorsprung sicherte sie sich vier Stunden vor dem Siegesritt ihres Papas mit Favourite Dream in der Klasse Dressur Reiter zum wiederholten Male den goldenen Lorbeer als beste Oldenburgerin. Ihre Chancen sind auch diesmal nicht schlecht - sie hat in ihrem 18 Jahre al-ten westfälischen dunkelbraunen Wallach Favourite Dream, mit dem sie bereits mehrmals auf den deutschen Dressur-Meisterschaften angetreten ist, einen bewährten Partner, der sie schon auf zahlreichen regionalen Meisterschaften aufs Podium trug.

Die 27jährige hat Favourite Dream mit nach Münster genommen, wo sie seit einigen Jahren Jura studiert und in wenigen Monaten ihr erstes Staatsexamen bestehen will. Neben dem Studium steht auch Dressur-Training auf dem täglichen Programm. Sie möchte natürlich zu jenen sechs besten Reiterinnen und Reitern gehören, die sich aus zwei Wertungsprüfungen für das diesjährige Finale der Oldenburger Meisterschaft qualifizieren. Mit 35 Mitbewerbern der Leistungsklassen 1, 2 und 3, darunter Tina Richter-Vietor aus dem eigenen Verein, Ruth Hannöver von der RFG Falkenberg, Tanja Lammers (Cappeln) und Kira Wulferding (RFV Holzhausen), ist die Konkurrenz noch größer als bei Vater Werner. Doch Mutter Marita ist zuversichtlich: "Wir werden unser Bestes geben."

Familienfreitag mit Superprogramm

Motto "Anfassen und Mitmachen" - Mischung aus Sport und Unterhaltung

RRV Rastede. Die wiederholte Ankündigung von Turnierleiter Claas E. Daun, "Wir machen für unsere Zuschauer ein Turnier zum Anfassen und Mitmachen und werden diesen Trend konsequent pflegen", wird für die Besucher des Oldenburger Landesturniers in Rastede einmal mehr zur erfreu-lichen Realität. Denn der vor zehn Jahren von den Veranstaltern begonnene "neue Weg" der Tur-niergestaltung mit dem Ziel, die ländliche Reiterei den rund 30000 erwarteten Besuchern so nahe wie möglich zu bringen und durch Schau und Unterhaltung für Spaß und Abwechslung zu sorgen, führte bei der Programmgestaltung für 2005 zu weiteren attraktiven Neuerungen.

So ist der im Vorjahr erstmals durchgeführte "Familien-Nachmittag", der von Jung und Alt begeistert angenommen wurde, diesmal wiederum als Familien-Freitag mit Mitmachaktionen und Erlebnisbereichen prall gefüllt. Interessanteste Angebote dabei sind sicherlich die große Hüpfburg, eine 30 Meter lange Sommer-Rodelbahn, ein Luftballon-Weitflug-Wettbewerb mit rund 1000 blau-roten Ballons, Vorführungen eines Hundevereins, umfangreiche Ponyspiele und ganz besonders die Pony-Schnupperaktion. Letztere war 2004 so stark gefragt, dass nunmehr sogar zwölf Vereine des Oldenburger Reiterverbandes ihre Info-Zelte rund um das 72 x 32 Meter großes Dressur- Karree aufbauen und dazu jeweils vier Ponys mitbringen werden, die Kindern und Eltern zum Streicheln, Anfassen, Führen und Reiten oder auch für ein Familienfoto zur Verfügung stehen. Parallel dazu finden Voltigierübungen statt, bei denen die Kinder ebenfalls ganz nahe dabei sein dürfen.

Auch im abendlichen Unterhaltungsprogramm geht es Freitag attraktiv weiter. So konnten die Jagdhornbläser des Hegerings Rastede-Süd für einen etwa 15-minütigen Auftritt verpflichtet werden. Der auch international bekannte Springreiter und Ausbilder Werner Girrulat und seine Frau Manuela Huber-Girrulat aus Walsrode zeigen dann auf dem Lusitanohengst "Habilidoso" unter dem Thema "Die Tür zur Reitkunst" Ausschnitte aus ihrem Ausbildungskonzept, das sich auf die Grundlagen der klassisch-portugiesischen Reitkunst stützt. Und schließlich gibt es gegen 22.30 Uhr mit der "Fackelquadrille" ein feuriges Schaubild von 40 Ponyreitern und -reiterinnen aus Mann-schaften von zwölf Oldenburger Vereinen.

Am Samstag wird - wie seit 1998 allabendlich kurz vor Mitternacht - der Rasteder Schloßpark wieder "in Flammen" stehen. Der bewusst nicht als Höhen-Feuerwerk ausgelegte Licht-Parcours besteht unter anderem aus zahlreichen handgefertigten so genannten "Schweizer Vesuven" und über 21 000 Sonnen und Sternen. Die für dieses Spektakel verpflichtete fünfköpfige Bremerhavener Pyrotechniker-Truppe der Firma Schulz hat auch in diesem Jahr diverse Effekte entwickelt, die im herkömmlichen Feuerwerk-Bereich kaum zu finden sind.

57. Oldenburger Landesturnier im Kurzüberblick

(19. - 24. Juli 2005 - Schloßpark Rastede)

Ausgeschriebene Prüfungen: 90 (Vorjahr 92)

Turnier-Gesamtkosten: ca. 400 000 Euro
Dotierung gesamt: ca. 90 000 Euro

Großer Preis Öffentliche Versicherungen: 12 500 Euro
Buddelei-Trophy: 7 500 Euro
Championat Landessparkasse: 6 000 Euro
Grand Prix de Dressage: 3 500 Euro

Parcoursbau: Hans Sattler

Genannte Pferde: ca. 2000 (Vorjahr ca. 1800)

Reiter gesamt: ca. 760 (750)

Startnennungen: ca. 3250 (3300)

Reiter Große Tour: ca. 40

Wichtigste Prüfungen:
Großer Preis Öffentliche Versicherungen; Buddelei-Trophy; Championat Landessparkasse; Grand Prix de Dressage; Rasteder Viererzug-Championat; Landesmeisterschaften im Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Zweispännerfahren.

Unterhaltungs-Bereich:
Familien-Nachmittag (Freitag); Kinderprogramm mit Ponys, (Streicheln, Anfassen, Führen und Reiten); Voltigiervorführungen; Luftballon-Weitflugwettbewerb. Informationsstand mit Internet-Anschluss.
Freitagabend: Schaubild Fackelquadrille; Jagdhornbläser des Hegerings Rastede-Süd; Schaubild klassisch-portugiesische Reitkunst Samstag: Mitternachts-Feuerwerk

Erlebnisbereich:
Platzrundgang mit Reitsportzubehör; Getränkeständen; diversen Verpflegungsständen (Brötchen, Würstchen, Pizza, Crepes, Baguettes, Süßigkeiten etc.); Zelt-Restaurants mit Mittagstisch.

Neuigkeiten 2005:
Beginn bereits Dienstag, 19. Juli 2005
Zweikampfspringprüfung Klasse M
Mannschaftsspringen nach dem Nationenpreisverfahren
Hindernisfahren für Zwei- und Vierspänner mit Siegerrunde

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