Pressemitteilung Nr. 3 vom 13.07.2006
Sechs Blau-rote Reitertage voller Spannung und Brillanz
740 aktive Teilnehmer - Fast 3100 Startnennungen - 1825 Pferde gemeldet
RRV Rastede. Mit fast 3100 Startnennungen in 93 ausgeschriebenen Spring-, Dressur- und Fahrdisziplinen steht das 58. Oldenburger Landesturnier (18. - 23. Juli) den Veranstaltungen der letzten Jahre in nichts nach. Es wird voraussichtlich sogar zu einem neuen Start-Nennungsrekord kommen, da bis zum Schlusstag noch Nachmeldungen möglich sind und für die Prüfungen 94 und 95 - zwei neu ins Programm aufgenommene Reitpferderennen - die Jockey-Liste ebenfalls relativ spät abgeschlossen sein wird. Das wird auch die Zahl der bis jetzt gemeldeten 740 aktiven Teilnehmer und 1825 Pferde um jeweils etwa zehn erhöhen. Rastede präsentiert damit einmal mehr die ganze Spannbreite des Reitsports von der ländlichen Reiterei bis zum Spitzensport im Springen, Dressur, Fahren, Voltigieren und Galoppieren.
Sechs blau-rote Reitertage voller Frische, Spannung und Brillanz haben der Renn- und Reitverein (RRV) Rastede und der Oldenburger Reiterverband als Veranstalter versprochen und dabei besonders auf das herrliche Turniergelände und die einmalige Atmosphäre im herzoglichen Schlosspark gesetzt. 28000 bis 30000 Besucher werden erwartet, darunter auch zahlreiche Zuschauer aus anderen Bundesländern und dem Ausland. Wir sind längst international bekannt und anerkannt, meinte kürzlich RRV-Vorsitzender und Turnierleiter Claas E. Daun, er kann dabei für 2006 auf eine Reiterliste mit Namen aus 21 europäischen und überseeischen Staaten verweisen, von Argentinien über Kanada bis zu den USA. Selbst China, Korea und Japan sind durch Klasse-S-Reiter vertreten, die sich deutschen Vereinen angeschlossen haben und sich hier weiter ausbilden lassen.
Natürlich stehen vor allem im Springen der Großen- und der Youngster-Tour die deutschen und besonders die Oldenburger Reiter im Mittelpunkt des Interesses. Gilbert Böckmann ist dabei, Fritz Fervers und Iver Boernsen, Joachim Heyer, Mario Stevens, Stephan Geue und Otto Vaske, Rolf Moormann und Gerd Sosath, der für das Gesamtturnier nicht weniger als 32 Pferde anmeldete. Auch Markus Beerbaum, Ulrich Kirchhoff und Tjark Nagel haben genannt, doch sie steigen vorerst nur am Dienstag und Mittwoch in den Sattel, um Fünf- bzw. Sechsjährige für das Bundeschampionat der Deutschen Springpferde zu qualifizieren.
Bei den Oldenburger Landesmeisterschaften hat es dagegen in der Vielseitigkeit Klasse A einen erheblichen Rückschlag gegeben: Nachdem sich 2005 noch über 90 Reiterinnen und Reiter für diese Prüfung entschieden, sind es 2006 mit 62 Meldungen rund ein Drittel weniger! Das wird sich auch auf den Mannschaftswettkampf auswirken: Von 21 teilnehmenden Vereinen können nur 8 reine Vereinsteams bilden, wobei Löningen-Ehren, der Ammerländer RC und der RV Ganderkesee aber Zweitteams aufstellen könnten. Den Kreisreiterverbänden steht es frei, aus ihren Reitvereinen weitere Mannschaften zu bilden, die jedoch nicht Titelträger werden können.
Journalisten starten auf Zweispänner-Bock
Hindernisparcours mit Sonderaufgaben
RRV Rastede. Wie wäre es denn, wenn Sie mal nicht nur darüber schreiben, sondern irgendwie auch mal selbst aktiv einsteigen würden , lockte Wolfgang Teske in einem Presse-Vorgespräch mit dem Landesturnier-Motto Anfassen und Mitmachen . Der Cheforganisator hatte auch gleich das passende Angebot im Hinterkopf: Als Beifahrer auf einem Zweispänner-Bock eine Hindernis-Tour der Klasse M hautnah mitzuerleben!
Im Vorjahr war eine derartige Aktion für interessierte Zuschauer gestartet worden, sechs aus der damals langen Bewerberliste durften dann schließlich zur Schaunummer antreten und sich danach vom Publikum laut beklatschen lassen.
Für das 58. Landesturnier erklärten sich fünf Medienvertreter spontan bereit, ihre sportliche Gewandtheit vom Kutschbock herab zu demonstrieren, ein sechster hat sich inzwischen nachgemeldet. Denn in der Prüfung Nr. 28, einem kombinierten Hindernisfahren der mittelschweren Klasse (M) müssen die Pressevertreter als Beifahrer nicht nur stur auf dem Bock hocken, sondern eine Reihe von Sonderaufgaben wie Ball-Zielwerfen und andere Handicaps während des Parcours-Umlaufes erfüllen. Je drei Pferde- und Ponykutschen können sich aus zwei vorhergegangenen Hindernisfahren für dieses Presserennen qualifizieren, jedes Versagen bei einer Sonderaufgabe oder Umwerfen eines Hindernisses wird mit Strafpunkten geahndet. Und schließlich: Kutscher und Beifahrer müssen bei der Zieldurchfahrt auf dem Bock sitzen ansonsten gibt es nicht einmal einen Ehrenpreis!
Holler Damensattel-Quadrille im Freitag-Schauprogramm
Einzigartig in Deutschland Dressur rund um die Rasteder Mythologie-Pferde
RRV Rastede. Mit der erneuten Verpflichtung der "Holler Damensattel-Quadrille" haben die Veranstalter des 58. Landesturniers einen besonderen Glanzpunkt zum Schauprogramm Pferde der Mythologie für Rastede im Freitagsprogramm (21. Juli) gesetzt. Denn diese von Ulrike Einemann aus Hude gegründete Gruppe des Reit- und Fahrvereins Holle-Wüsting war schon einmal vor drei Jahren in Rastede aufgetreten und mit großem Beifall bedacht worden.
Die Quadrillen-Formation, die aus bis zu acht Paaren besteht und deren Reiterinnen in historischen Damensätteln ihre Dressuren vorführen, ist deutschlandweit einzigartig. Sie war erst kürzlich beim CHIO in Aachen begeistert gefeiert und seit ihrer Gründung im Jahr 2000 zu bedeuteten Veranstaltungen wie der Equitana in Essen, der Weltmeisterschaft der Fahrpferde in Riesenbeck, den German Classics in der Stadthalle Bremen, der Hanse-Pferd in Hamburg und der Ausstellung "Pferd und Jagd" in Hannover engagiert worden. In Rastede wird sie jetzt etwa 10 Minuten lang die Premieren-Präsentation der Mythologie-Pferde Pegasus und Einhorn auf dem Hauptplatz sportlich-künstlerisch umrahmen und verschiedene Lektionen zeigen.
Das Reiten im so genannten Damensitz ist praktisch seit mehr als 60 Jahren aus der Reitszene verschwunden. Die durch Initiative des Wardenburger Sattlers Karl Oeltjen der Holler Gruppe von Reitsportgeschäften, Privatpersonen und Mäzenen zur Verfügung gestellten heute etwa 80 bis 100 Jahre alten historischen Sättel haben Seltenheitswert und werden von dem fast 90-jährigen Handwerksmeister sorgfältig aufbewahrt, gepflegt und für jeden Auftritt sorgfältig aufbereitet.
17 Vierer-Gespanne im Championat
Von der Dressur bis zum "Krimi zwischen den Kegeln"
RRV Rastede. Die Rasteder Fahrprüfungen im Zweier- und Viererfahren sind innerhalb weniger Jahre praktisch zu einem attraktiven Eigengewächs innerhalb der sechstägigen Großveranstaltung geworden. Fünf dieser insgesamt 14 Einzelprüfungen zählen zum Rasteder Viererzug-Championat Klasse S, die anderen neun sind Zweispänner-Wettbewerbe der Klasse M.
Das große Viererzug-Championat, seit genau zehn Jahren beim Publikum ebenso beliebt wie bei den Fahrern, ist mit bis jetzt 17 gemeldeten Gespannen hochkarätig besetzt. Die Prüfungen beginnen am Sonnabend (22. Juli) bereits um 8.30 Uhr mit dem Dressurfahren und haben ihre Höhepunkte nachmittags mit dem Geländefahren und am Sonntag mit dem Hindernisfahren, auch Krimi zwischen den Kegeln genannt, sowie dem anschließenden Geländefahren.
Michael Freund, Christoph Sandmann und Rainer Duen kommen mit ihrem WM-Tross, um noch Qualifikationen für Nachwuchs- bzw. Reservepferde für die WM in Aachen zu absolvieren. Nachgemeldet für die S-Umläufe haben weiterhin so starke Fahrer wie Michael Quinkler vom RFV Meiersberg-Homberg und der deutsche Kader-Fahrer Christian Plücker aus Waldeck. Dabei sind ferner Top-Fahrer wie René Poensgen vom RC Dürwiß, Titus de Wolff (FRV Filsum), Bernhard Wendt jun. (RFS Zentrum Nord) und Michael Swiezynski vom RFV Alfhausen, die im Konzert der ganz großen Titelträger mitspielen möchten.
Die Zweiergespanne der Großpferde und Ponys der Klasse M starten bereits am Mittwoch (19. Juli) mit je zwei Prüfungen in Dressur und Hindernisfahren zur Qualifikation für das am Sonnabend stattfindende Geländefahren. Die Ergebnisse dieser Prüfungen gelten bei den Pferdegespannen dann als Wertung für die Kombinations-Prüfung der Zweispänner, dem Preis der Bremer Landesbank Oldenburg.
Schwedische Klasse-1-Amazone meldete zur Großen Tour
RRV Rastede. Cheforganisator Wolfgang Teske staunte nicht schlecht, als sich ihm weit nach dem offiziellen Nennungsschluss eine E-mail aus Schweden auf dem Bildschirm ankündigte, die sich als Startmeldung für die Große Tour entpuppte. Wie sich herausstellte, hatte die schwedische Klasse-1-Reiterin Katarina Strand aus Löddeköpinge, einem Ort etwa 30 Kilometer nördlich von Malmö, im Internet die Ausschreibung zum 58. Landesturnier gelesen und sich noch am gleichen Tag kurz vor Mitternacht entschlossen, mit zwei ihrer Spitzenpferde nach Rastede zu kommen. Sie wird voraussichtlich mit Callgraf und Lorino , mit denen sie in den letzten Monaten auf schwedischen Turnieren sehr gute Platzierungen erreichte, in die zwei Qualifikationen für das Championat der Landessparkasse zur Oldenburg und die Zeitspringprüfung Buddelei Trophy gehen. Oder muss ich vorher nur sagen, in welcher Prüfung ich gerne reiten würde, schrieb sie blauäugig, dann würde ich mit Callgraf in Nr. 8 starten. Wer möchte das wohl nicht - es ist schließlich der mit 12 500 Euro dotierte Große Preis der Öffentlichen Versicherungen Oldenburg , an dessen Teilnahme die Veranstalter allerdings wichtige Bedingungen geknüpft haben.
Spezialitäten auf der "Schlemmermeile"
RRV Rastede. Die Schlemmermeile rund um den Turnierplatz ist 2006 um einen weiteren Spezialstand reicher: Elsässer Flammkuchen heißt das Hefeteig-Fladengebäck, das mit Gemüsezwiebeln und Bacon belegt ist, dick mit Creme Fraiche bestrichen und mit frisch gemahlenem Pfeffer und Muskat gewürzt wird. Auch der Stand mit der exotischen Küche aus China und die Original-Räucheranlage aus Bremerhaven für Aale, Makrelen und Bücklinge sind wieder vertreten und bieten reichlich Abwechslung zu Würstchen, Schaschlik, Fischbrötchen usw. Ausschankzelte mit Bier und anderen Getränken, Süßwaren- und Speiseeisstände sowie Stände mit Milch- und Trinkkakao, Waffeln, Crepés, ein spezieller Weinstand und Kleinverkaufswagen oder -zelte mit Reiterzubehör und Pferdefutter vervollständigen das Angebot. Etwa 200 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz aus Rastede sind in die Veranstaltungs-Organisation eingebunden, hinzu kommen wie seit Jahren schon professionelle Sicherheits- und Ordner / Kassendienste.
Mit 74 Jahren noch ein Leinenkünstler in Dressur und Gelände
RRV Rastede. Ältester Turnierteilnehmer ist - wie im Vorjahr - Wilhelm Rottwinkel von der Fahrsportgemeinschaft Oldenburger Münsterland. Der 74-jährige startet vom Bock seines Zweispänners in der Dressurprüfung, im Hindernisfahren, Geländefahren und der Kombination. Er trifft hier auf insgesamt 20 Konkurrenten, darunter so bekannte Asse wie Dirk Sandstede und Michael Swiezynski. Jüngste Teilnehmerinnen sind mit 10 Jahren Louise Wedermann vom FC Frederikensiel und die Zwillinge Ellen und Leonie Richter vom RFV Bad Essen. Louisa startet in der Dressur-Ponyprüfung Klasse A und hofft, die Qualifikation zum Bundeschampionat der 5-jährigen Deutschen Reitponys zu erreichen.
Große Dressur mit großem Feld
RRV Rastede. Mit 47 Teilnehmern und 61 Startnennungen ist der Prix St. Georges der Großen Tour Dressur nicht nur zahlenmäßig, sondern auch von der Qualität der Starter hervorragend besetzt. Schon hier wird sich zeigen, ob Mitfavoritin Catherine Haddad vom RV Vechta der Konkurrenz wie Bianca Kasselmann, Insa Hansen und Miriam Henschke (alle RSC Osnabrücker Land), Marion Henkel (RFV Isernhagen), Ralf Hannöver (RFV Holdorf) oder Tina Richter-Vietor (RV Ganderkesee) und Eva-Maria Sprehe (RSC Schemder Bergmark) schon den ersten Schneid abkaufen kann. In der Intermediaire 1 ist die Namensliste ähnlich, hier sind es 19 Teilnehmer mit 26 Startnennungen. Auch in der Inter 2 trifft man wieder aufeinander, 30 Startnennungen von 22 Teilnehmern versprechen heiße Wettkämpfe, zumal hier mit Hiltrud Mormann vom ZRFV Riesenbeck eine weitere Top-Dressurreiterin in den Kampf um die Spitze eingreift. Im Grand Prix de Dressage , dem Höhepunkt der Großen Tour Dressur, fehlt allerdings der Name Haddad - hier sind Kasselmann, Hansen, Henschke und Mormann unter 12 Teilnehmern die heißesten Anwärterinnen auf die Spitzenpositionen.
Schockemöhle mit Riesenaufgebot
RRV Rastede. Einmal mehr stellt der Stall Schockemöhle aus Mühlen/Steinfeld das größte Kontingent an Pferden beim 58. Landesturnier: Diesmal sind es 73 (Vorjahr 74) - davon 38 aus dem zum Schockemöhle-Konzern gehörenden Gestüt Lewitz - von den 1825 insgesamt für die Veranstaltung gemeldeten. Der Hof Kasselmann aus Hagen schickt 36 Tiere, Gerd Sosath aus Lemwerder 32 und das Gestüt Sprehe aus Löningen 31. Den höchsten Altersklassen-Anteil haben die Altersklassen der Drei-, Vier- und Fünfjährigen.
58. Landesturnier im Kurzüberblick
(18. - 23. Juli 2006 - Schlosspark Rastede)
Ausgeschriebene Prüfungen: 95 (Vorjahr 90)
Turnier-Gesamtkosten: ca. 420 000 Euro
Dotierung gesamt: ca. 90 000 Euro
Großer Preis Öffentliche Versicherungen: 12 500 Euro
Buddelei-Trophy: 7 500 Euro
Championat Landessparkasse: 6 000 Euro
Grand Prix de Dressage: 3 500 Euro
Parcoursbau: Hans Sattler
Genannte Pferde: ca. 1850 (Vorjahr ca. 2000)
Reiter gesamt: ca. 750 (760)
Startnennungen: ca. 3200 (3250)
Reiter Große Tour: ca. 40
Wichtigste Prüfungen:
Großer Preis Öffentliche Versicherungen; Buddelei-Trophy; Championat Landessparkasse; Grand Prix de Dressage; Rasteder Viererzug-Championat; Oldenburger Landesmeisterschaften im Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Zweispännerfahren.
Unterhaltungs-Bereich:
Familien-Nachmittag (Freitag); Kinderprogramm mit Ponys, (Streicheln, Anfassen, Führen und Reiten); Voltigiervorführungen; Luftballon-Weitflugwettbewerb. Informationsstand mit Internet-Anschluss.
Freitag: Präsentation der ersten Rasteder Mythologie-Pferde Pegasus und Einhorn , Umrahmung durch Lektionen der Holler Damensattel-Quadrille
Freitag und Samstag: Ponyspiele des Oldenburger Reiterverbandes
Samstag: Mitternachts-Feuerwerk
Erlebnisbereich:
Platzrundgang mit Reitsportzubehör; Getränkeständen; diversen Verpflegungsständen (Brötchen, Würstchen, Pizza, Crepes, Baguetten, Süßigkeiten etc.); Zelt-Restaurants mit Mittagstisch.
Neuigkeiten 2006:
Zwei Galopprennen am Sonntag
Zweikampfspringen am Sonnabend
Barrierenspringen bis zum 4. Stechen am Sonnabend
Sonderwettbewerb für Ponys und Pferde der Kreisreiterverbände
Elitestutenschau des Oldenburger Pferdezuchtverbandes am Donnerstag
Wanderpokal für Mannschaftsspringen der Bezirksverbände
Neues mobiles Fahrhindernis auf dem Turnierplatz
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