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62. Oldenburger Landesturnier
20. bis 25. Juli 2010

Pressemitteilung Nr. 1 vom 21.05.2007

Landesturnier 2007: Masse plus Klasse

Von Dienstag bis Sonntag: 96 Prüfungen und viele Extras

RRV Rastede. Das in seiner Art seit 1949 einmalige Fest der ländlichen Reiterei in Deutschland, das Oldenburger Landesturnier, wird 2007 im herzoglichen Schlosspark Rastede zweifellos eines der größten Schaufenster der Oldenburger Pferdezucht aller bisherigen Pferdeleistungsschauen. Denn das sechstägige Programm vom 17. - 22. Juli beinhaltet diesmal nicht nur wieder 96 rein sportliche Prüfungen, es setzt auch mit der nunmehr festen Eingliederung der Elite-Stutenschau des Oldenburger Zuchtverbandes (unter zusätzlicher Einbeziehung von Stuten des Oldenburger Springpferdeverbandes) in den Veranstaltungsplan sowie mit zahlreichen Sonderwettbewerben neue Ak-zente in den Bereichen Zucht, Springen, Dressur, Schau und Unterhaltung.

Dass die „Rasteder Sixdays“ trotz stetig zunehmender Masse nicht an sportlicher Klasse verlieren, die traditionellen blau-roten Turniergepflogenheiten gewahrt bleiben, Organisation, Struktur und Technik weitgehend den Erfordernissen moderner Großveranstaltungen angepasst werden und nicht zuletzt das gesamte Ambiente die Besucher auch optisch und gesellschaftlich anspricht, darüber macht sich Turnierleiter Claas Daun mit seinem Organisationsstab in jedem Jahr neue schöpferische Gedanken. Für das diesjährige 59. Landesturnier wird es unter anderem eine Umorganisation des Aufbaus rund um den Springplatz geben. Einheitliche Zelte und breitere Sichtachsen zum restlichen Park sind geplant, das Hindernislager wird verlegt, und Autos werden aus dem Innenbereich weitgehend verbannt. Eine Reorganisation der zahlreichen Verkaufs- und Imbissstände hinter den Tribünen und die Schaffung von mehr Freiraum runden das Paket der Maßnahmen ab, die laut Daun „das Ziel haben, wieder mehr Schlosspark-Flair zu gewinnen.“

Was den traditionellen Reitsport betrifft, glänzt auch das Landesturnier 2007 wieder mit „Leckerbissen“ jedweder Küche. Ob es die Youngster-Tour, die Große Tour Springen mit der Zeit- bzw. Barrierespringprüfung und dem Championat der LzO und dem Großen Preis der Öffentlichen Versicherung Oldenburg ist, ob der Grand-Prix-Spezial am Wochenende die Fans der Dressur lockt, ob die spektakulären Rasteder Fahrprüfungen der Zweier- und Vierer-Gespanne den Zuschauern den Atem stocken lässt - es gibt kaum einen Tag ohne besondere Höhepunkte. Den Oldenburger Meisterschaften in Springen, Dressur, Vielseitigkeit und Fahren ist ebenso breiter Raum gewidmet wie den verschiedenen Qualifikationen für das Bundeschampionat und den Championatsprüfungen der Oldenburger Zucht. Nicht zu vergessen schließlich das starke Standbein „Rasteder Fahrprüfungen“ mit dem Viererzug-Championat und den Zweispänner-Disziplinen.

Unter den zahlreichen Extras, die die Rasteder Reitertage schon lange zu einem beliebten „Turnier zum Anfassen“ gemacht haben, seien besonders erwähnt die Pony-Spiele, deren Finale diesmal am Freitag im Abendprogramm stattfindet, das Mitternachts-Feuerwerk am Sonnabend und vor allem der Familientag am Freitagnachmittag, der sich von Jahr zu Jahr mehr zu einem beliebten Treff der jüngeren Generation entwickelt hat.

Zum 5. Male das Turnierbonbon: Sechs-Stunden-Programm für die ganze Familie

Ein besonderer Nachmittag mit viel Spiel und Spaß

RRV Rastede Als die Organisatoren des Landesturniers sich 2003 entschlossen, in ihren 1994 begonnenen „Neuen Weg“ der Turniergestaltung auch einen Familien-Nachmittag einzubinden, waren sie sich des Risikos dieses Schrittes durchaus bewusst. Aus den Anfängen ist nach jetzt 5 Jahren ein derartiger Riesenerfolg geworden, dass der Familientag inzwischen zu einem festen Bestandteil im Freitags-Programm und zu einem Unterhaltungs- und Mitmachen-Großereignis vor allem für die jüngere Generation wurde.

Auch 2007 heißt für Hunderte von Familien mit Kindern am Freitag (20. Juli) die Parole wieder „Mitmachen und Spaß haben“, wenn von ca. 14 bis 18 Uhr auf einem großen Platz im östlichen Schlossparkbereich ein abwechslungsreiches Angebot lockt. Besonders beliebt darunter die Pony-Schnupperaktion, für die zahlreiche Vereine des Oldenburger Reiterverbandes Ponys kostenlos zur Verfügung stellen. Die Tiere können von den Kindern gestreichelt, angefasst, geführt oder auch geritten werden. Auch die große Hüpfburg und eine 30 Meter lange Sommer-Rodelbahn werden ebenso wie der „Kinder-Spring-Parcours“ wieder aufgebaut. Voltigiervorführungen und mehrere Pony-Spiele runden das sportliche Programm ab. Zusätzlich gibt es den bekannten Luftballon-Weitflug-Wettbewerb, für den die Veranstalter jedem teilnehmendem Kind einen blau-roten Ballon zur Verfügung stellen. Ein kostenloser Wochenend-Aufenthalt mit Eltern und Geschwistern auf dem Ponyhof der Familie Woltermann in Löningen ist der Hauptgewinn, weitere fünf Platzierte erhalten Ehrenpreise.

Diese insgesamt mehr als vier „Extra-Stunden“ am Familien-Freitag für den am Reitsport interessierten Nachwuchs werden durch die Oldenburger „Nordwest-Zeitung“ mit Präsentationen, Freikartenverlosungen und Coupon- und Promotionsaktionen unterstützt.

Veranstalter rechnen bis Meldeschluss (19. Juni) mit etwa 2000 Pferde-Nennungen

RRV Rastede. Obgleich der Meldeschluss für das Landesturnier 2007 erst am 19. Juni abläuft, rechnen die Veranstalter Renn- und Reitverein Rastede, der Reiterverband Oldenburg und der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes aufgrund einiger Veränderungen in der Ausschreibung und den schon jetzt einsetzenden Zusagen mit der Nennung von rund 2000 Pferden, was einen neuen Melderekord bedeuten würde. Darunter werden etwa 1500 allein aus Deutschland kommen,. Die Zahl der teilnehmenden Reiterinnen/Reiter dürfte mit rund 750 ebenfalls über der des Vorjahres (740) liegen Von den deutschen Pferden werden die meisten den Oldenburger Brand tragen, stark vertreten sind aber erfahrungsgemäß auch die Zuchtgebiete Hannover, Holstein und Westfalen.

Nach 25 Jahren wieder Ein-PS-Gespanne am Start

Leistungsprüfung für junge Fahrpferde

RRV Rastede. Mit der Aufnahme einer Eignungsprüfung für Einspänner-Fahrpferde in die Ausschreibungen zum 59. Oldenburger Landesturnier fügen die Veranstalter wieder einen Wettbewerb in den vor einigen Jahren neu geschaffenen Teilbereich „Rasteder Fahrprüfungen“ ein, der letztmals vor genau 25 Jahren im Rasteder Schlosspark stattfand. Denn die noch 1982 als „Gebrauchsprüfung für Wagenpferde Klasse L - Einspänner“ ausgeschriebene Prüfung wurde 1983 wegen zu geringer Resonanz in Fahrerkreisen abgesetzt und tauchte bis 2006 im Programm nicht mehr auf.

Natürlich hat die Einspänner-Disziplin von 2007 nur noch wenig mit der letztmalig 1982 durchgeführten gemeinsam, denn die Wagenpferde von damals hatten andere Kriterien zu erfüllen als die heutigen Fahrpferde, die - vor den modernen Turnierkutschen der Neuzeit eingespannt - ihren Leistungsstand zeigen müssen. „Unsere neu aufgenommene Einspänner-Eignungsprüfung ist vornehmlich für jene Fahrer gedacht, die ansonsten überwiegend im Zwei- und Vierspännerbereich antreten und ihre Nachwuchspferde auf Talent und Können zunächst einmal in der Solo-Deichsel testen möchten“, lässt Cheforganisator Wolfgang Teske wissen. „Der Wunsch, eine solche Prüfung einmal auf dem Landesturnier in Rastede auszurichten, ist aus Fahrerkreisen gekommen. Wir haben ihn gerne aufgegriffen – es sind Eignungsprüfungen für Fahrpferde – getrennt für Pferde und Ponys für alle Fahrer der Leistungskategorien 1 - 6, nicht nur aus dem Oldenburger bzw. Weser-Ems-Bereich, ausgeschrieben. Sie gilt gleichzeitig als Qualifikation zum Bundeschampionat des Deutschen Fahrpferdes 2007, das im Herbst in Warendorf stattfindet.“

Die „2007-Premiere“ der Ein-PS-Gespanne ist nur für 4- und 5-jährige Pferde zugelassen und wird nach dem vorläufigen Zeitplan am Mittwoch, dem 18. Juli, auf dem Fahrviereck D3 ausgetragen.

Große Touren - großes Geld

RRV Rastede. Mit 12 Springprüfungen der Klasse S, darunter 9 in der Großen- bzw. Youngster-Tour und drei in den Disziplinen der Oldenburger Landesmeisterschaft, bietet auch das 59. Landesturnier bereits ab Donnerstag (19. Juli) bis zum Schlusstag (Sonntag, 22. Juli) hochkarätigen Springsport der Ein- bis Drei-Sterne-Kategorie. Von den rund 95 000 Euro Gesamt-Preisgeldern des Turniers gehen mit 37 000 Euro etwas mehr als im Vorjahr (36 500 €) in die Große Tour, 5000 Euro in die S-Springen der Landesmeisterschaft und 4000 Euro in die Youngster-Tour. In der Großen Dressur stehen mit dem Prix St. Georges, den Intermediaires I und II und dem Grand Prix de Dressage wiederum vier Klasse S-Prüfungen im Programm, bei denen insgesamt 9250 Euro ausgeschüttet werden. Zwei Sonderwertungen in den S-Springen und der S-Dressur bringen den Gewinnern zwar kein Bargeld, aber immerhin einen schönen Ehrenpreis und den Titel „Erfolgreichster Springreiter“ bzw. „Erfolgreichster Dressurreiter“ des Landesturniers 2007.

© Renn- und Reitverein Rastede e.V. (Daniel Block) 2000-2011