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62. Oldenburger Landesturnier
20. bis 25. Juli 2010

Pressemitteilung Nr. 1 vom 14.05.2008

Landesturnier feiert seinen 60. Geburtstag

Festprogramm mit viel Sport, Zucht, Unterhaltung, Schau, Spiel und Spaß

RRV Rastede. Für das 60. Oldenburger Landesturnier im Schlosspark Rastede ( 22. – 27. Juli) haben die Veranstalter, der Renn – und Reitverein Rastede (RRV), der Reiterverband Oldenburg (RV) und der Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes (OL), wiederum nicht nur ein umfangreiches und attraktives Sportprogramm zusammengestellt, sondern unterstreichen mit zahlreichen Championatsprüfungen und den unlängst integrierten Elite-Stutenschauen des OL und des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg International (OS) ganz besonders auch die vielfältigen züchterischen Aspekte der in ihrer Art in Deutschland einmaligen Großveranstaltung.

"Wir bleiben auch in diesem Jahr wiederum frei von kommerziellen Zwängen und professionellen Vermarktern", unterstreicht Wolfgang Teske vom Organisationsstab des RRV die in sechs Jahrzehnten stets eingehaltene Selbständigkeit dieser inzwischen sechstägigen Oldenburger Pferdeleistungsschau. Ferner habe man in all den Jahren immer den Blau-Roten-Erkennungsfaktor mit in den Vordergrund des in Qualität und Quantität ständig gewachsenen "Familienfestes der Oldenburger Reiterinnen und Reiter" gestellt. Dieses Oldenburger Traditionsbewußtsein und die gerade im letzten Jahrzehnt in Rastede erfolgte weitgehende Anpassung an modernste Turniergestaltung seien von Aktiven und Reitsportfreunden voll akzeptiert worden und hätte zu den letzten Veranstaltungen bis über 30 000 Besucher angelockt.

Zusätzlich zu den in der Ausschreibung für 2008 aufgeführten 93 sportlichen Prüfungen enthält das Gesamtprogramm der "Rasteder Pferde-Six-Days" noch etwa ein Dutzend weiterer extra für das große und kleine Publikum gedachte Unterhaltungs-, Schau- und Mitmach-Elemente. Unter anderem ist der "Familientag" am Freitag mit seinen Attraktionen - darunter Sommer-Rodelbahn, Hüpfburg, Kinder-Spring-Parcours, Pony-Schnupper-Stunden, Ballon-Weitflug-Wettbewerb, u.v.m. – besonders für den am Reitsport interessierten Nachwuchs wohl eines der schönsten Turnierbonbons. Eine Kutschen-Parade von rund einem Dutzend teils über 50 Jahre alter Ein- und Mehrspänner dürfte alle Generationen begeistern. Zum Mitternachtsfeuerwerk im Schlosspark am Sonnabend mit seinen 20 000 pyrotechnischen Effekten finden sich seit Jahren schon tausende von Zuschauern ein. Und eine "Blau-Rote-Nacht" auf dem Hauptplatz soll diesmal am Freitag als Open-air-Konvent mit Musik die Aktiven, Sponsoren, Besucher, Organisatoren und Helfer zu einer Jubiläumsfete vereinen.

Höhepunkte im sportlichen Programm sind nach wie vor die Große Tour Springen mit dem von 12500 auf 16000 Euro aufgestockten Preis der "Öffentlichen Versicherung", die Große Tour Dressur mit dem "Grand Prix Spezial", die aus nicht weniger als 29 Wertungs- und Finalprüfungen bestehenden Oldenburger Meisterschaften im Springen, in Dressur, Vielseitigkeit, Fahren der Zweispänner und Mannschaftswettbewerben, die Rasteder Fahrprüfungen mit dem spektakulären 4er-Zug-Championat, die Championatsprüfungen der Oldenburger Zucht und nicht zuletzt die Qualifikationen für das Bundeschampionat der Springpferde, Dressurpferde und Ponys.

Bis zum Nennungsschluß am 24. Juni 2008 rechnen die Veranstalter mit über 3600 Startnennungen, fast 800 aktiven Teilnehmern und etwa 2000 gemeldeten Pferden. Ministerpräsident Christian Wullf ist von Turnierleiter Claas E. Daun persönlich zum 60. Geburtstag des Landesturniers eingeladen worden.

Oldies sind bereits Goldies

Fünfter Mannschafts-Cup der Kreisreiterverbände

RRV Rastede. Als der jetzige Ehrenvorsitzende des Reiterverbandes Oldenburg, Otto Ammermann aus Jaderberg, vor nunmehr genau 20 Jahren in den Vorbereitungsgesprächen zum 40. Landesturnier 1988 vorschlug, einen nur für ältere Aktive zugelassenen Dressur-Mannschaftswettkampf der Oldenburger Kreisreiterverbände (KRV) einzuführen, war damit ein Programmmpunkt geschaffen worden, der sich bis heute im Verband und beim Publikum großer Beliebtheit erfreut.

Ammermann setzte damals auch gleich Art und Weise sowie die Bedingungen fest, nach denen der neue Wettbewerb auszutragen sei: Alle fünf Jahre sollten sich zum Landesturnier jene Oldenburger Reiterinnen und Reiter treffen, die schon vor mindestens 25 Jahren in irgendeiner reitsportlichen Disziplin in Rastede gestartet waren und sich noch fit genug fühlten, in einem Team ihres Kreisverbandes eine Dressuprüfung zu zeigen. Die Mannschaft musste aus sechs Aktiven bestehen und in einem Viereck von 20 mal 60 Metern etwa fünf bis sechs Minuten lang nach einem selbst gewählten Musikstück eine Kür der Klasse A vortragen.

Alle Zweifel, ob ein solcher "Oldie-Cup" in den Kreisverbänden auch genügend Resonanz haben würde, waren schon bei der Premiere verflogen. In den KRV fanden sich ausreichend ältere Teilnehmer, die in Rastede noch einmal ihre „Künste“ zeigen wollten. Der Applaus der Zuschauer für Sieger ( 1988: Delmenhorst) und Placierte war ein weiterer Ansporn für die Oldies, sich auf die kommenden Vergleiche mit den Konkurrenten vorzubereiten und sogar eigene "Trainingslager" einzurichten. In den nächsten Cup-Jahren wurden aus den Oldies immer mehr von den Zuschauern frenetisch beklatschte Goldies, deren Dressuren auch bei den Richtern mit Noten bis über 9 Anerkennung fanden.

Besonders der KRV Wilhelmshaven-Friesland unter seinem Vorsitzenden August Rastede sorgte im Parcours für Spannung: 1988 war man Zweiter geworden, 1993 (45. Landesturnier) wurde man Spitzenreiter und verteidigte den Titel auch beim Jubiläumsturnier 1998. In diesem Team war stets auch Oldenburgs Zuchtsverbands-Präsident Wilhelm Weerda mit im Sattel zu sehen. Ganz knapp hinter dem KRV Oldenburg ging Friesland 2003 aus dem Karree – das soll jetzt beim 60. Turnier möglichst umgekehrt sein. August Rastede: "Wir haben eine gute Mannschaft zusammen und bereiten uns sorgfältig vor, um diesmal mit Bestnoten in Inhalt und Ausführung abzuschneiden".

Oldenburgs "First Lady 2008" wird in Rastede gekürt

Elite-Stutenschau bereits fester Bestandteil des Turniers

RRV Rastede. Was vor drei Jahren von nicht wenigen Züchtern zunächst mit einer gewissen Zurückhaltung betrachtet worden war, findet heute kaum noch einen Skeptiker: Die Integration der Elite-Stutenschau des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes in das Landesturnier hat überall breite Zustimmung gefunden!

"Wir fühlen uns keineswegs als Anhängsel, sondern inzwischen als festen Bestandteil dieser Veranstaltung", meint dazu Dr. Tanja Becker vom Zuchtverband, "wir können die Créme de la Créme unserer Stuten zeigen und partipizieren dabei publikumsmäßig gleichzeitig vom sportlichen Teil dieser Großveranstaltung. Und ferner kann hiermit die Verbindung von Zucht und Sport auf einem Oldenburger Landesturnier noch eindrucksvoller dokumentiert werden."

Wer nach der Don Schufro-Tochter Rebelle, die im Vorjahr mit Bestnoten vor Fee und Royal Princess M den Titel einer Oldenburger "First Lady 2007" gewann, diesmal beim 60. Landesturnier (22. – 27. Juli) im Brillantring als Siegerstute 2008 ganz vorne rangiert, wird bis zur letzten Benotungs-Minute ungewiss sein. Denn die von der Körkommission im Pferdezentrum Vechta unter Dr. Schulze-Schleppinghoff aus etwa 100 Staatsprämienanwärterinnen bereits herausselektierten etwa 40 bis 50 drei- und vierjährigen "Schönsten und Besten" müssen sich zunächst in einer traditionellen Prozedur in so genannten "Ringen" auf einer Dreiecksbahn im Dutzend vorstellen. Ungefähr zehn bis zwölf von ihnen qualifizieren sich letztlich für den Brillantring. Wer hier im Finale dann "die Nüstern ganz vorne" hat, wird "Miss Oldenburg 2008".

Außer den 50 zugelassenen Oldenburger Verbands-Stuten gehen – nach 2007 zum zweiten Mal in Rastede – etwa zehn drei- und vierjährige Stuten des Springpferdezuchtverbandes Oldenburg-International (OS) in eine Entscheidung um den Titel einer "Miss OS-International 2008". Auch sie waren im Anschluss an eine schon vor einiger Zeit durchgeführte Stutenleistungsprüfung in Vechta mit der Anwartschaft auf eine Staatsprämie ausgezeichnet worden. Diese Stuten werden jedoch in einem eigenen "Ring" vorgestellt und in diesem dann sofort rangiert.

Neben dem Zuchtleiter Dr. Schleppinghoff besteht die Körkommission des Verbandes aus vier weiteren ehrenamtlichen Mitgliedern und aktiven Züchtern. Sie begutachten alljährlich die von den einheimischen Züchtern vorgestellten Hengste, Stuten und Fohlen und entscheiden darüber, welche der Pferde auf überregionalen Veranstaltungen das Oldenburger Zuchtgebiet vertreten sollen.

© Renn- und Reitverein Rastede e.V. (Daniel Block) 2000-2011