Pressemitteilung Nr. 2 vom 01.07.2008
Blau-rote Nachtparty auf grünem Rasen
Unterhaltung und Tanz im Schlosspark-Parcours
RRV Rastede. Auch Geselligkeit, Unterhaltung und Ausgelassenheit sind beim diesjährigen Jubiläumsturnier im Rasteder Schlosspark zu einem "Extra" im Programm zusammengefasst worden. Die Blau-Rote-Nacht am Freitag wird erstmals in großem Maßstab unter freiem Himmel gefeiert und soll Besucher, Reiterinnen und Reiter, Sponsoren, ehrenamtliche Kräfte und die vielen Helfer rund um den Parcours zu einigen Stunden in Fröhlichkeit und Harmonie vereinen.
Was die geplante Massenfete aber einmalig macht, ist der vom Organisationsteam ausgewählte Standort mitten auf dem Hauptplatz. Hier werden sofort nach der letzten sportlichen Prüfung auf dem grünen Rasen, einem Mächtigkeitsspringen der Klasse Sb, eine Reihe von mittelgroßen Pagoden-Zeltdächer aufgestellt. Darunter dann eine große Anzahl so genannter Stehtische zum Abstellen von Getränken usw.
Schon gegen 22.30 Uhr kann es dann losgehen. Für musikalische Unterhaltung und tänzerische Rhythmen sorgt der Ammerländer Disc-Jockey Holger Höft, der für diese Vorstellung jedoch mehr den traditionellen Pop-Schlager als das Dröhnen einer Metal-Band aus den Lautsprechern erklingen lassen will. Eine besondere Holz-Tanzfläche wird es allerdings nicht geben – wer das Tanzbein schwingen will, kann das an jeder Stelle auf dem grünen Rasen unter den Zelten oder dem freien Himmel tun.
Die Veranstalter hoffen, dass diese Open-Air-Nacht von möglichst vielen der Eingeladenen besucht wird. Sie haben dafür gesorgt, dass mehrere Trink- und Imbissstände in unmittelbarer Nähe der Flutlicht-Party so lange wie notwendig geöffnet sein werden.
100.000 Euro rollen in den Schlosspark
Am Sonntag: Stilkutschen-Korso zum 60. Landesturnier
RRV Rastede. Zum 60. Oldenburger Landesturnier werden die Veranstalter, der Renn- und Reitverein Rastede und der Reiterverband Oldenburg (RVO) , der Rasteder Bevölkerung, den sonntäglichen Touristen und den Turnierbesuchern eine besondere Geburtstagsüberraschung bereiten, die alle Zuschauer um mindestens sechs Jahrzehnte in die Vergangenheit zurückversetzen soll: Ein „rollendes Schaubild“ in Form eines Kutschen-Korsos, der durch verschiedene Strassen des Ortes führt und im Schlosspark seinen Höhepunkt und Abschluss findet.
Mit der Idee, anlässlich des 60. Turniers einmal die Vielfalt des Kutschwesens früherer Zeiten einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen, hatte sich der Reiterverband schon vor Monaten ein hochgestecktes Ziel gesetzt. Es war der Landwirt und Kutschen-Liebhaber Josef Münzebrock aus Herbergen bei Essen (Südoldenburg), der dem RVO schließlich mit seinem Wissen, seiner Erfahrung und seinen Kontakten über alle Hindernisse hinweg half. Der 67-jährige entdeckte schon vor über 30 Jahren seine Liebe zu alten Pferdegespannen, machte daraus sein Hobby und besitzt jetzt selbst etwa 20 dieser Karossen. Es gelang ihm, in wochenlanger Kleinarbeit insgesamt 14 stilvolle echte Gespanne aus dem Weser-Ems-Bereich mit versierten Lenkern für die Rasteder Kutschen-Präsentation zu gewinnen.
In dem rund 300 Meter langen Umzug, der angeführt wird vom Reiterfanfarencorps Visbek in der historischen Uniform der Oldenburger Blauen Dragoner, rollen zwei Vierspänner, ein Dreispänner, zehn Zweispänner und auch ein so genannter "Doktorwagen" - Einspänner, der von seinem Besitzer, einem noch praktizierenden Mediziner aus Essen, selbst gelenkt wird. An weiteren Equipagen werden der konvertible Landauer, der schwere Break, ein Jagdwagen (mit hinterer Ladefläche), der seltene (etwa um 1870 geschaffene) Viktoria-Typ, ein Vis a Vis-Modell und noch andere herausgeputzte Alt-Kaleschen zu sehen sein. Als Zugpferde kommen überwiegend Oldenburger und Alt-Oldenburger, aber auch Schwarzwälder, Friesen und andere Rassen zum Einsatz.
Welchen Wert die "betagten Schönheiten" heute darstellen, kann Experte Josef Münzebrock nur schätzen. "Allein die 14 Kutschen dürften unter Liebhabern mindestens 100.000 Euro wert sein," ist er sicher, "hinzu kommen die kostbaren Geschirre, manche seltenen Extras und natürlich die Pferde, die eine entsprechende leicht trippelnde Gangart beherrschen müssen." Unterm Strich dürften das etwa eine Viertelmillion Euro sein, die etwa 30 Minuten lang am Publikum vorbei defilieren.
Der Start für den Stilkutschen-Korso wird am Sonntag gegen 13 Uhr auf dem Rasteder Marktplatz erfolgen, der Zug bewegt sich dann über die Raiffeisenstraße, Ladestraße, Bahnhofstraße, Oldenburger Straße und Mühlenstraße zum Turnierplatz.
|
|
Weitere Pressemitteilungen im PDF-Format finden Sie in unserem Download-Bereich.
|