Abschluss mit hochklassigem S-Springen
Am sechsten und letzten Turniertag ging im Schlosspark Rastede noch einmal so richtig die Post ab. Die Organisatoren des Turniers hatten für diesen Abschlusstag einmal mehr alle Register gezogen und ein Programm zusammengestellt, das den vielen tausend Besuchern offensichtlich gefallen hat. Hochklassiger Pferdesport, unterhaltsame Showeinlagen mit Kamel- und Ponyrennen, waghalsige Sprünge eines auf zwei Pferden stehenden Reiters über Hindernisse und ein Abschluss-Springen, wie es spannender nicht hätte sein können, rundeten die Rasteder Sixdays in besonderer Weise ab. Das Publikum war begeistert.
Das wechselhafte Wetter an den Tagen zuvor, mit zeitweise heftigen Regengüssen, hatte es den Organisatoren und verantwortlichen Einsatzkräften vor Ort nicht gerade leicht gemacht, aber dennoch konnten bis auf zwei Springprüfungen alle Wettbewerbe, wie vorgesehenen, durchgeführt werden. Rund 30.000 Besucher sahen an sechs Tagen, davon über 8.000 am letzten Turniertag, ca. 100 spannende sportliche und unterhaltende Wettbewerbe.
Sonntag war der Tag der großen Finals. Eine Entscheidung jagte die andere. Im Springen, Dressur, Vielseitigkeit und in einer Mannschafts-Kür und der Oldenburger Meisterschaften ging es um Titel und vordere Plätze. Hinzu kamen das Ein-Stern-Finale der Youngster-Tour, zwei Entscheidungen in überregionalen Mannschaftswettkämpfen und als krönender Abschluss der "Große Preis der öffentlichen Versicherungen Oldenburg" mit Siegerrunde, ausgelobt mit 16.000 Euro.
Hilmar Meyer gewinnt "Großen Preis"
Hier hatte der zweifache Hannoveraner Landesmeister Hilmar Meyer die Nase vorn. Mit seinem 15-jährigen Hannoveraner Hengst Gavi entschied der 45-jährige Springreiter vom RV Aller-Weser in einem packenden Stechen mit insgesamt sieben Teilnehmern diese Drei-Sterne-Prüfung für sich. Seit 20 Jahren hat Hilmar Meyer ununterbrochen beim Landesturnier gemeldet. Im Jahr 2008 gewann er das Springen zur 1.Qualifikation der Großen Tour, und jetzt gelang ihm der große Sieg. Die Plätze zwei und drei belegten Mario Stevens (RFV Lastrup) mit Conland und Hergen Forkert (RC Oberneuland) auf Elton John, Rene Tebbel (RFV Emsbüren) mit Namos landete auf Platz 5. In den Wettbewerben der Großen Tour Dressur waren Susan Pape (RV Neuhaus-Oste), Hannes Baumgart (RV Aller-Weser), Markus Gribbe (RSC Osnabrücker Land) und Olympiareiterin Emma Hindle (RV Erbach) besonders erfolgreich.
Oldenburger Landesmeister 2009 und beste Reiter
Blau-rote Schärpen – eine besondere Auszeichnung für den jeweils besten Spring- und Dressurreiter des Turniers - erhielten Springreiter Hendrik Sosath (RFV Stedinger Sturmvogel) und Dressureiter Peter Koch vom RFC Niedervieland.
In der Vielseitigkeit Klasse A Reiter setzte sich Jan Klugmann (RFV Löningen) auf Nightfire durch, in der Vielseitigkeit Kl. L siegte die Europameisterin Ina Tabken (RV Ganderkesee) mit London Return; sie wurde Oldenburger Landesmeister 2009 Vielseitigkeit Reiter, in der Vielseitigkeit Jugend ging der Meistertitel an Jana Dumke (RFV Ostiem) und in der Mannschaftswertung Vielseitigkeit ging Gold an das Team vom RV Ganderkesee, Silber an RFV Stedinger Stumvogel und Bronze an den Ammerländer RC. Bei den Senioren Springen Ü39 ging der Meistertitel an Vorjahressieger Gerd Wehlau (RFV Rodenkirchen), Torsten Tönjes (RV Ganderkesee) erhielt Gold in der Klasse Springen Reiter, Jasper Kools (RV Oldenburger Münsterland) ist Landesmeister im Springen Jugend, bei den Ponys ging der Meistertitel an Jaqueline Bührmann (RFV Friesoythe). Oldenburger Landesmeister 2009 Dressur sind: Pony-Dressur Anne-Lisa Theile (RV Ahlhorn), Vorjahressieger Rainer Duen (RFC Thüle) gewann das Rasteder Viererzug-Championat.
Ein Novum im Reigen der Sonderpreise bei diesem Turnier: Der "Warm-up-Fairness-Preis" des VW-Zentrums Oldenburg. Dieser Preis wurde jeweils einmal an allen sechs Turniertagen an junge Reiterinnen und Reiter vergeben, die in Vorbereitung auf einen anstehenden Wettbewerb ein besonderes Verhalten ihrem Pferd gegenüber an den Tag legten, dabei unauffällig beobachtet von drei Richtern, die dieses Verhalten bewerteten.
Fazit und Dank der Turnierleitung
Was bleibt ist die Erinnerung an ein spannendes und unterhaltendes Landesturnier mit hochkarätigem Pferdesport und Pferdezucht, mit zufriedenen Besuchern, Sportlern und Sponsoren, aber auch Helfern. 93 sportliche Programmpunkte, rund 780 Reiterinnen und Reiter, 2.065 Pferde und 3.200 Startnennungen. An Preisgeldern wurden insgesamt über 100.000 Euro ausgelobt.
Der Dank der Turnierleitung geht an die vielen tausend begeisterten Besucher, aber auch an die Sponsoren, ohne die ein Turnier dieser Größenordnung und Qualität nicht möglich wäre, an die hoch motivierten Reiterinnen und Reiter, die mit ihren talentierten Pferden Sport der Spitzenklasse gezeigt haben und an die vielen Helferinnen und Helfer, die mit ihrem Einsatz wesentlich zum Geligen des Turniers beigetragen haben. Ihnen sprachen Turnierleiter Claas E. Daun und Organisationsleiter Wolfgang Teske besonderes Lob und Anerkennung aus.
Nach Turnierschluss wurde Claas E. Daun im Rahmen des Empfangs im Schloss durch den Schirmherrn des Oldenburger Landesturniers, SKH Anton Günther Herzog von Oldenburg für 25 Jahre Turnierleitung besonders geehrt.
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